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  • Positive Tokio-Bilanz von Discovery und Eurosport

     

    Eurosport gibt positive TV-Bilanz bekannt (© AFP/SID/MARTIN BUREAU)Der Rechteinhaber Discovery und sein TV-Sender Eurosport haben nach den Olympischen Spielen eine positive Bilanz ihres Einsatzes in Japan vorgelegt.

    München (SID) - Der Rechteinhaber Discovery und sein TV-Sender Eurosport haben nach den Olympischen Spielen in Tokio eine positive Bilanz ihres Einsatzes in Japan vorgelegt. Demnach verfolgten europaweit insgesamt 175 Millionen Zuschauer die 17-tägige Berichterstattung von den Sommerspielen auf den Discovery-Plattformen im Fernsehen oder auf digitalen Ebenen. Gemessen an den allerdings deutlich kleineren Winterspielen 2018 im südkoreanischen Pyeongchang bedeutete der Wert für Discovery/Eurosport einen 13-mal höheren Zuspruch. 
    Auch für den Pay-TV-Bereich vermeldete Discovery nach seinen ersten Sommerspielen als Rechteinhaber Bestwerte: Gegenüber Pyeongchang hätten sich die Anmeldungen für Abonnementsdienste im Zusammenhang mit Olympia verdreifacht, teilte das Unternehmen mit.
    Discovery und Eurosport gaben in ihrem Geschäftsmodell entsprechend lediglich Olympia-Werte für den gesamten europäischen Kontinent bekannt. Exakte Zahlen für den deutschen Markt, in dem Discovery Teillizenzen für Bilder aus Tokio an die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF verkauft hatte, teilten die Partner des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) nicht mit.


    Bild: Eurosport gibt positive TV-Bilanz bekannt (© AFP/SID/MARTIN BUREAU)

     


  • Ausnahme Zverev: 36 von 37 Olympiamedaillen gingen an geförderte Athleten

     

    Auch Ringerin Aline Rotter-Focken erhielt Förderung (© AFP/SID/JACK GUEZ)Aktuell oder ehemals geförderte Athletinnen und Athleten haben bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio 36 von 37 deutschen Medaillen gewonnen.

    Köln (SID) - Aktuell oder ehemals geförderte Athletinnen und Athleten haben bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio 36 von 37 deutschen Medaillen gewonnen. Entsprechende Zahlen veröffentlichte die Stiftung Deutsche Sporthilfe am Donnerstag.
    Die einzige Ausnahme ist Tennis-Olympiasieger Alexander Zverev. Der 24 Jahre alte Hamburger war nie in einem Förderprogramm der Sporthilfe. 82 Prozent aller Sportlerinnen und Sportler, die eine spezielle Eliteförderung genossen, erreichten in Tokio eine Platzierung unter den ersten Acht.
    "Ohne die Unterstützung unserer Partner wäre die finanzielle und ideelle Förderung Deutschlands bester Spitzensportlerinnen und Spitzensportler nicht möglich. Vor allem in der Corona-Pandemie und nach der Verschiebung der Olympischen Spiele haben wir die Solidarität unserer Partner gespürt", sagte Thomas Berlemann, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Sporthilfe.
    Über alle Förderjahre hinweg betrug die Gesamtfördersumme fast 21 Millionen Euro. Bevor die Geförderten in Tokio an den Start gingen, wurden sie durchschnittlich knapp siebeneinhalb Jahre unterstützt.


    Bild: Auch Ringerin Aline Rotter-Focken erhielt Förderung (© AFP/SID/JACK GUEZ)

     


  • "Man kann etwas tun": Italien will E-Karts bei Olympia

     

    Italien wirbt für elektrische Karts bei Olympia (© AFP/SID/YOSHI IWAMOTO)Elektrische Auto-Rennen bei den Olympischen Spielen? Zumindest in Italien hält man das für eine richtig gute Idee.

    Köln (SID) - Elektrische Auto-Rennen bei den Olympischen Spielen? Zumindest in Italien hält man das für eine richtig gute Idee. Man werbe darum, "dass ein Wettbewerb elektrischer Karts in das Programm aufgenommen wird", sagte Angelo Sticchi Damiani im Interview mit der Gazzetta dello Sport. Der Chef des italienischen Automobil-Verbands ACI habe darüber bereits mit Giovanni Malago gesprochen, dem Präsidenten von Italiens Olympia Komitee.
    Auch Jean Todt, Präsident des Automobil-Weltverbandes FIA, sei bereits eingeweiht. "Man kann etwas tun", sagte Damiani. Die olympischen Regeln lassen allerdings keine Motor-Sportarten zu.
    "Das E-Kart", sagte Damiani, sei aber "für alle Piloten gleich, den Unterschied würde nur das Talent machen. Die Zukunft des Motorsports sind emissionsfreie Autos." Dieser Schritt sei daher sinnvoll.
    Damiani organisiert in seiner Funktion als ACI-Chef in diesen Tagen den Großen Preis von Italien in Monza. Zu dem Rennen am 12. September werden als Ehrengäste alle italienischen Athleten eingeladen, die bei den Olympischen Spielen in Tokio Medaillen gewonnen haben.


    Bild: Italien wirbt für elektrische Karts bei Olympia (© AFP/SID/YOSHI IWAMOTO)

     


  • Olympia-Medaillen in Tokio aus Elektroschrott

     

    ESG-Geschäftsführer Dominik Lochmann  (© ESG - Edelmetall-Service GmbH & Co. KG/ESG - Edelmetall-Service GmbH & Co. KG/ESG - Edelmetall-Servi)Das Althandy wird zum begehrten Edelmetall: Bei den Olympischen Spielen in Tokio wird es Medaillen aus recycelten Edelmetallen geben.

    Köln (SID) - Das Althandy wird zum begehrten Edelmetall: Bei den Olympischen Spielen in Tokio (23. Juli bis 8. August) wird es Medaillen aus recycelten Edelmetallen geben. Wie der deutsche Hersteller (ESG Edelmetall-Service) am Montag mitteilte, sammelte Gastgeber Japan bereits zwischen 2017 und 2019 Elektroschrott in großen Mengen, aus dem die 5000 Medaillen hergestellt wurden. Geschäftsführer Dominik Lochmann sprach von einer "umweltbewussten Aktion".
    Als Quellen für die Edelmetalle, deren Materialwert derzeit bei mehr als vier Millionen Euro liegen soll, dienten elektronische Altgeräte und Computerplatinen. Nach Angaben des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) nahmen insgesamt 1612 japanische Gemeinden an dem Projekt teil und sammelten zusammen 78.985 Tonnen Alt-Elektronik. 
    Wie das Unternehmen mit Sitz in Rheinstetten mitteilte, bestehen auch die Goldmedaillen zu großen Teilen aus Silber, werden jedoch "dick mit Gold ummantelt", wie Lochmann sagte: "Daher ist der Gesamtbedarf an Silber zur Herstellung der recycelten Auszeichnungen am größten."
    Mit der Aktion spart Japan zum einen hohe Kosten für die Edelmetalle und will zum anderen ein Zeichen für einen schonenden Umgang mit Rohstoffen setzen. "Erfolgreiche Olympioniken können sich also ihre Medaillen nicht nur mit Stolz, sondern ebenso mit einem guten Gewissen um den Hals hängen", sagte Lochmann.


    Bild: ESG-Geschäftsführer Dominik Lochmann (© ESG - Edelmetall-Service GmbH & Co. KG/ESG - Edelmetall-Service GmbH & Co. KG/ESG - Edelmetall-Servi)

     


  • Deutsche Olympia-Delegation in Frankfurt gefeiert

     

    Deutsche Olympiamannschaft wurde in Frankfurt gefeiert (© Team Deutschland/Picture-Alliance/Team Deutschland/Picture-Alliance/Team Deutschland/Picture-Allianc)Mehrere hundert Fans haben den letzten Rückkehrern aus der deutschen Olympiamannschaft am Montag einen stimmungsvollen Empfang beschert.

    Köln (SID) - Mehrere hundert Fans haben den letzten Rückkehrern aus der deutschen Olympiamannschaft am Montag einen stimmungsvollen Empfang beschert. Die Tokio-Delegation mit Alfons Hörmann, dem Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) an der Spitze, wurde von Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann im Rathaus auf dem Römerberg begrüßt. Dabei durften sich die Medaillengewinner im Goldenen Buch der Stadt verewigen.
    "Wir freuen uns sehr, dass wir unserem Team Deutschland auch nach diesen besonderen Spielen einen stimmungsvollen Empfang bereiten konnten", sagte Hörmann: "Die Athletinnen und Athleten waren in den Tagen in Tokio großartige sportliche Botschafter und haben unser Land hervorragend vertreten. Sie haben einen unglaublichen Zusammenhalt gezeigt, sind zu einem echten Team zusammengewachsen und in der Pandemie ihrer besonderen Verantwortung gerecht geworden."
    Anschließend lud der DOSB seine Teammitglieder zu einer Abschlussfeier im "Deutschen Haus at Home" ein. Im Restaurant "Oosten" in Frankfurt fanden sich rund 300 Gäste ein. In Tokio hatte es aufgrund der Corona-Regeln kein Deutsches Haus gegeben.


    Bild: Deutsche Olympiamannschaft wurde in Frankfurt gefeiert (© Team Deutschland/Picture-Alliance/Team Deutschland/Picture-Alliance/Team Deutschland/Picture-Allianc)

     


  • TV-Quote: ARD und ZDF ziehen positives Olympia-Zuschauerfazit

     

    Olympia: ARD und ZDF zeigen sich zufrieden (© AFP/SID/TAUSEEF MUSTAFA)Die Olympischen Spiele in Tokio sind bei den deutschen Fernsehzuschauern trotz des großen Zeitunterschieds und der besonderen Umstände gut angekommen.

    Köln (SID) - Die Olympischen Spiele in Tokio sind bei den deutschen Fernsehzuschauern trotz des großen Zeitunterschieds und der besonderen Umstände gut angekommen. Während im ZDF durchschnittlich 1,34 Millionen Menschen die Übertragungen verfolgten, sahen in der ARD im Schnitt 1,30 Millionen Menschen bei den Wettkämpfen zu. Der Marktanteil lag jeweils bei rund 21,5 Prozent.
    Die meisten Zuschauer (4,50 Mio.) sahen die Zusammenfassung des Olympiasiegs von Tennisspieler Alexander Zverev am 1. August im ZDF. Der Marktanteil betrug starke 30,8 Prozent. Aber auch Leichtathletik und Gewichtheben sorgten für durchschnittlich mehr als zwei Millionen Zuschauer im ZDF. Der Sender zeigte sich darüber hinaus zufrieden mit der Nutzung der Livestreams über die ZDFmediathek und sportstudio.de.
    Ähnliche Werte verzeichnete auch die ARD. Der Bronze-Kampf von Ringer Denis Kudla oder das Tischtennis-Mannschaftsfinale erzielten Marktanteile von etwas mehr als 30 Prozent. Gerade die digitalen Angebote seien "herausragend" genutzt worden. So wurden die ARD-Webseiten bis zum 8. August insgesamt knapp 25 Millionen Mal aufgerufen, die Olympia-Videos wurden bis zum 7. August sogar 33 Millionen Mal angeklickt.
    "Wir sind sehr zufrieden mit dem Zuschauerinteresse, das sich mit Marktanteilen von zum Teil über 30 Prozent auf dem Niveau von Rio 2016 befindet", sagte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky.


    Bild: Olympia: ARD und ZDF zeigen sich zufrieden (© AFP/SID/TAUSEEF MUSTAFA)

     


  • Freitag kritisiert Winterspiele 2022 in Peking

     

    Dagmar Freitag: Spiele in Peking nicht zu vertreten (© SID/SID/SID/)Dagmar Freitag hat nach dem Ende der Olympischen Sommerspiele in Tokio die Austragung der Winterspiele 2022 in Peking kritisiert.

    Berlin (SID) - Dagmar Freitag, die Vorsitzende des Sportausschusses im Deutschen Bundestag, hat nach dem Ende der Olympischen Sommerspiele in Tokio die Austragung der Winterspiele 2022 in Peking kritisiert. Wie die SPD-Politikerin dem SID mitteilte, sei das Mega-Event in der chinesischen Hauptstadt "mit Blick auf das Regime in Peking, die bekannt inakzeptable Menschenrechtslage in China und fehlende Presse- und Meinungsfreiheit gar nicht" zu vertreten.
    Dass Winter-Olympia (ab 4. Februar) an der Situation in China etwas ändern könnte, glaubt Freitag nicht. "Grundsätzlich ist festzuhalten, dass sich die Menschenrechtslage in China kontinuierlich verschlechtert", sagte die 68-Jährige: "Es kann und darf aus meiner Sicht nicht sein, dass die aktuelle Problematik des völlig inakzeptablen Umgangs Pekings mit den Uiguren und auch anderen ethnischen oder religiösen Minderheiten für das IOC kein Thema ist."
    Vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) erwartet Freitag keine klare Positionierung in der Angelegenheit. "Ich gehe davon aus, dass alle, die von IOC-Präsident Thomas Bach klare Worte in Bezug auf die gesellschaftspolitische Situation in China erwarten, einmal mehr enttäuscht werden", so Freitag. Vielmehr werde das IOC, "auch im Hinblick auf die Winterspiele im kommenden Jahr die bekannten Nebelkerzen zünden und die Spiele erneut als friedliches, völkerverbindendes Fest preisen".


    Bild: Dagmar Freitag: Spiele in Peking nicht zu vertreten (© SID/SID/SID/)

     


  • Michael Groß: "DOSB ist im Leistungssport ein Auslaufmodell"

     

    Der Deutsche Olympische Sportbund wird kritisiert (© AFP/SID/PATRIK STOLLARZ)Nach dem Abrutschen der deutschen Olympiamannschaft im Medaillenspiegel fordert Schwimm-Legende Michael Groß einen Umbau des deutschen Spitzensports.

    Köln (SID) - Nach dem Abrutschen der deutschen Olympiamannschaft im Medaillenspiegel fordert Schwimm-Legende Michael Groß einen grundlegenden Umbau des deutschen Spitzensports. "Wenn das Ziel lautet, langfristig wieder unter die Top Fünf zu kommen, dann braucht es an der Spitze einen radikalen Wandel, eine deutliche Strukturreform", sagte der dreimalige Olympiasieger bei t-online.de.
    Dazu sei ein Umbau des Deutschen Olympischen Sportbundes vonnöten. Aktuell arbeite der DOSB "etwa so, als ob Mercedes sein Formel-1-Team ? den Leistungssport ? wie eine normale Autofabrik ? den Breitensport ? steuern würde. Mit so einer Struktur kann jedes Formel-1-Team einpacken", kritisierte Groß.
    Der 57-Jährige führte aus: "Der Tanker DOSB ist viel zu träge, um schnell und gezielt auf die Bedürfnisse der einzelnen Sportarten einzugehen. Erneut in die Autowelt übersetzt heißt das: Der DOSB ist im Leistungssport ein Auslaufmodell." 
    Laut Groß brauche es "eine eigene schlanke Struktur für den olympischen Leistungssport. Diese müsste soweit wie möglich eigenständig agieren. Das geht nur, indem die Profis keine ehrenamtliche Steuerung mehr haben, die letztlich entscheidet." 
    Vom angekündigten Bürokratieabbau beim Dachverband des deutschen Sports hält Groß wenig: "Der Versuch des DOSB dauert bereits 15 Jahre. Optimieren geht nicht! Denn innerhalb des DOSB mit seinen vielfältigen internen Verflechtungen ist schlicht keine Entbürokratisierung möglich." Das gehe nur in einer eigenständigen Struktur, die "professionelle Entscheider und Leistungsträger eng koppelt. Das eigentliche Problem für die aktuellen Entscheider ist: Es würden etliche ehrenamtliche Posten überflüssig."
    Deutschlands Athletinnen und Athleten erreichten bei den Sommerspielen in Tokio zehnmal Gold, elfmal Silber und 16-mal Bronze. Die schlechteste Ausbeute seit der Wiedervereinigung bedeutete den neunten Rang im Medaillenspiegel. 2016 im Rio de Janeiro hatte Deutschland noch Rang fünf belegt mit 17-mal Gold.


    Bild: Der Deutsche Olympische Sportbund wird kritisiert (© AFP/SID/PATRIK STOLLARZ)

     


  • Olympische Spiele in Tokio beendet

     

    Die Abschlusszeremonie der Olympischen Spiele in Tokio (© AFP/AFP/Tauseef MUSTAFA)Die Sommerspiele der XXXII. Olympiade sind am Sonntag in Tokio zu Ende gegangen.

    Tokio (SID) - Die Sommerspiele der XXXII. Olympiade sind am Sonntag in Tokio zu Ende gegangen. IOC-Präsident Thomas Bach sprach um 22:07 Ortszeit die traditionelle Schussformel. Zuvor hatte er am letzten der 16. Wettkampftage betont, "diese Spiele", die wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben worden waren und dennoch von ihr geprägt wurden, "haben zum richtigen Zeitpunkt stattgefunden". Sie hätten "Hoffnung und Vertrauen" geschenkt, nicht nur der olympischen Gemeinschaft, "sondern der ganzen Welt".
    Der Rennsport-Kanute Ronald Rauhe trug zur Schlussfeier die deutsche Fahne. Der 39-Jährige hatte am vorletzten Tag mit dem Kajak-Vierer die letzte der 10 Goldmedaillen für die deutsche Olympia-Mannschaft gewonnen. Hinzu kamen 11-mal Silber und 16-mal Bronze.
    "Team D" beendete die Spiele in Tokio mit der schlechtesten Bilanz seit der Wiedervereinigung und den Spielen in Barcelona 1992 auf Rang neun im Medaillenspiegel. Am erfolgreichsten waren die Reiter (3 Goldmedaillen) und Kanuten (2) mit elf der insgesamt 37 Medaillen.
    Erfolgreichste Nation waren die USA mit 39 Gold- 41- Silber und 33 Bronzemedaillen. Auf Platz zwei folgte China (38/32/18) vor Gastgeber Japan (27/14/17), Großbritannien (22/21/22) sowie der Mannschaft des Russischen Olympischen Komitees (ROC), die 20-mal Gold, 28-mal Silber und 22-mal Bronze gewann.
    Bereits 180 Tage nach der Schlussfeier von Tokio beginnen die Olympischen Winterspiele in Peking. Sie sind wegen der Menschenrechtslage im Land umstritten. Das Internationale Olympische Komitee bezog dazu keine Stellung.
    Die nächsten Olympischen Sommerspiele finden 2024 in Paris statt. Als Gastgeber folgen danach Mailand und Cortina d'Ampezzo (Winter 2026), Los Angeles (Sommer 2028) und Brisbane (Sommer 2032).


    Bild: Die Abschlusszeremonie der Olympischen Spiele in Tokio (© AFP/AFP/Tauseef MUSTAFA)

     


  • IOC-Session gibt der Exekutive mehr Macht

     

    IOC-Präsident Thomas Bach bekommt noch mehr Macht (© AFP/POOL/AFP/ISSEI KATO)Zum Abschluss der Sommerspiele von Tokio hat das Internationale Olympische Komitee die Macht seiner Spitze um den Präsidenten Thomas Bach gestärkt.

    Tokio (SID) - Zum Abschluss der Sommerspiele von Tokio hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) die Macht seiner Spitze um den deutschen Präsidenten Thomas Bach gestärkt. In der Session am Sonntag stimmten die Mitglieder einer Änderungen der Olympischen Charta zu, wonach die Exekutive künftig Sportarten ohne Zustimmung der Vollversammlung aus dem olympischen Programm streichen kann. 
    Bislang konnte die IOC-Exekutive die Streichung lediglich empfehlen. Nun fällt diese Hürde dann, wenn "die Entscheidungen der IOC-Exekutive nicht befolgt werden oder wenn der betreffende internationale Fachverband in einer Weise handelt, die dem Ansehen der Olympischen Bewegung schadet".
    Besonders der Internationale Gewichtheberverband (IWF) und der Amateurbox-Weltverband (AIBA) wurden und werden vom IOC kritisch beäugt wegen teils skandalöser Verfehlungen in der Vergangenheit und schleichender Reformprozesse in der Gegenwart. Das Boxturnier in Tokio wurde bereits vom IOC organisiert und nicht vom Fachverband.
    Am Sonntag räumte IOC-Vize John Coates auch ein, dass die Änderung auch mit Blick auf die IWF vorangetrieben wurde. "Ihnen wurden sehr genaue Handlungsempfehlungen gegeben, denen sie nicht gefolgt sind", sagte Coates: "Die Exekutive hatte diese Anweisungen aus guten Gründen gegeben, um sicherzustellen, dass die Reputation der olympischen Bewegung keinen Schaden nimmt."
    Ebenfalls angenommen wurde am Sonntag ein Vorschlag des IOC-Exko, wonach künftig bis zu sieben Mitglieder zugelassen sind, die "in besonderen Fällen ohne Nationalität oder Nationales Olympisches Komitee" gewählt werden können. Damit könnte die Organisation ihr Netz bei der Suche nach Funktionären für das IOC weiter ausdehnen.
    Neben weiteren kleineren Tagesordnungspunkten wurde die zweifache olympische Eishockey-Bronzemedaillengewinnerin Emma Terho aus Finnland auf der Session als Mitglied der IOC-Exekutive bestätigt. Terho war am Freitag als Nachfolgerin von Kirsty Coventry zur Vorsitzenden der Athletenkommission gewählt worden.


    Bild: IOC-Präsident Thomas Bach bekommt noch mehr Macht (© AFP/POOL/AFP/ISSEI KATO)